Das Gasthaus “Grüne Tanne” liegt am wunderschönen
Saaleufer in unmittelbarer Nähe der Camsdorfer Brücke,
einem der sieben Wunder von Jena.
Das tatsächliche Alter des zum ehemaligen Camsdorfer
Freigut gehörenden Gasthofes lässt sich heute nicht mehr
datieren. Die Kellergewölbe des vielfach umgebauten Hauses
weisen in die Zeit der Gotik (Mitte 12. bis Anfang 16.
Jahrhundert). Der Gasthof, welcher schon seit 1751 "(Grüne)
Tanne" geheißen ward, besass seit altersher das Brau- und
Schankrecht. Hier rasteten Reisende und Fuhrleute, blieben
zur Nacht.
Seit der Gründung der Universität (1558) war das Gasthaus
ein bevorzugtes Ausflugsziel der Jenaer Studenten. Als sich
hier im Jahre 1815 die aus den Befreiungskriegen zurückgekehrten
Jenaer Studenten in der "Grünen Tanne" zu einer
alle Studenten zusammenschließenden 'Burschenschaft'
vereinigten, bekundeten sie auf diese Weise ihre
Enttäuschung gegenüber der politischen Entwicklung, die
den erhofften freiheitlich-demokratischen Einheitsstaat aller
Deutschen nicht gebracht hätte.
Schwarz-Rot-Gold und das Grundgesetz haben hier ihre
Wurzeln, hier lebte Johann Wolfgang von Goethe von 1817
bis 1818. Auch fanden Gewerkschaften und Sozialdemokraten
Ende des 19. Jahrhunderts in der “Grünen
Tanne” ein Vereinshaus.
In den Jahren 1992 bis 1994 wurde das Haus neu aufgebaut.
Diesem Reichtum an Tradition verpflichtet, möchte das Haus
mit seiner Wiedereröffnung eine Stätte der kulturell-geselligen
Begegnung der Jenaer Bürger und Studenten werden.
Für die Gäste unseres Hauses bereiten wir nach Absprache
mit der Burschenschaft Arminia auf dem Burgkeller gern eine
Besichtigung des Hauses und des Museums vor.